Lange Interviews mit Künstler:innen, Reportagen und ab und zu ein Essay über Material, Geld und die Jahre, die ein Werk bis zur Fertigstellung braucht. Das ist der Teil der Seite, der in der Redaktion entsteht: Wer hier steht, steht hier, weil jemand nachgefragt hat, nicht weil dort etwas hochgeladen wurde.
Die Gespräche sind lang, weil das Interessante meist langsam passiert. Eine Malerin erklärt, wie verdünntes Acryl in rohe Leinwand zieht; ein Bildhauer, was er mit Holz macht, das auf der Straße lag; eine Illustratorin, die jahrelang im Labor gearbeitet hat, bevor sie nur noch gezeichnet hat. Zu jedem Text gehören Fotos aus dem Atelier.
Wer im Text vorkommt, hat meist auch eine Künstlerseite auf der Seite, mit dem übrigen Werk und den selbst veröffentlichten Kontaktdaten. Ein Interview ist damit oft der kürzeste Weg in eine Arbeitsweise, von der man vorher nichts wusste. Weder die Texte noch die Bilder dazu liegen hinter einer Schranke oder einer Anmeldung.
Einen festen Termin gibt es nicht. Ein Text erscheint, wenn er fertig ist, und das kann lange nach dem Gespräch sein; danach bleibt er stehen. Neben den Interviews gibt es hin und wieder Übersichten zu offenen Ausschreibungen, deren Fristen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung galten, also lohnt der Blick auf das Datum.