Atelierbesuche
Kurze Filme, gedreht im Atelier, pro Besuch eine Künstler:in. Ein Atelierbesuch zeigt den Raum so, wie er ist: die Werkbank, das Werkzeug, die Wand mit dem, was nicht funktioniert hat, und meist ein Stück, das noch lange nicht fertig ist. Hochgeladen wird hier nichts. Jemand fährt hin und filmt.
Wie ein Atelier aussieht, hängt ganz an der Arbeit. Beim Bildhauer liegt der Boden voller Staub und Verschnitt; in der Druckwerkstatt richtet sich alles nach einer Presse, die niemand verrückt; ein Gitarrist braucht fast nichts und einen Raum ohne Hall. Die Filme sind kurz und bestehen vor allem daraus, dass jemand beim Arbeiten redet.
Jeder Besuch gehört zu der Person, die darin gefilmt wird, sodass sich das halbfertige Stück aus dem Film bis zum fertigen Werk weiterverfolgen lässt. Die Filme laufen auf Wunsch nacheinander. Zum Ansehen braucht es kein Konto; angemeldet lässt sich ein Besuch zu den Favoriten legen und der Person folgen.
Das ist einer der zwei Teile der Seite, die nicht von den Künstlern selbst kommen. Ein Besuch entsteht, weil jemand ihn verabredet, hinfährt, dreht und schneidet, und darum erscheint er, wenn er fertig ist, und nicht an einem festen Tag. Ältere Besuche bleiben stehen. Das Atelier darin sieht inzwischen womöglich anders aus.