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Kunst-Portfolio-Website erstellen: Kostenlose Optionen
Eine Kunst-Portfolio-Website, auch Künstler-Website genannt, ist eine öffentliche Seite, oder ein paar Seiten, auf der jede:r Deine beste Arbeit sehen und erfahren kann, wie man Dich erreicht. Du kannst sie an einem Nachmittag kostenlos erstellen. Nachdenken musst Du über die Inhalte, nicht über die Technik.
Du brauchst drei Dinge: eine kleine, in sich stimmige Auswahl Deiner stärksten Arbeiten, eine kurze Vorstellung, wer Du bist, und einen klaren Weg, Dich zu kontaktieren. Alles Weitere ist die Entscheidung, wo Du das alles hinstellst.
Kurzantwort: Welche Option passt zu Dir?
- Du willst eine eigene Website mit eigenem Design und eigener Domain: nutze einen Website-Baukasten wie Wix oder Squarespace.
- Du machst digitale, 3D- oder Concept Art: ArtStation ist dafür der übliche Ort.
- Du willst eine kostenlose professionelle Seite, ohne eine Website zu bauen: erstelle eine Künstlerseite bei Artistivo oder nutze sie neben einer Website.
Dieser Ratgeber zeigt, was hineingehört, wie Du Schritt für Schritt vorgehst und welche kostenlosen und kostenpflichtigen Optionen zu welcher Art von Künstler:in passen. Wenn Du lieber Plattformen vergleichen möchtest, auf denen man Dich entdeckt, statt selbst eine Website zu bauen, findest Du die besten Websites für Künstler:innen.
Was eine Kunst-Portfolio-Website braucht
Die meisten Portfolios, die funktionieren, bestehen aus denselben Teilen.
- Ausgewählte Arbeiten. Eine sorgfältig zusammengestellte Galerie Deiner stärksten aktuellen Werke. Als Faustregel gelten 10 bis 15 Arbeiten, die zusammenpassen, nicht alles, was Du je gemacht hast.
- Angaben zu jeder Arbeit. Titel, Jahr, Technik und Maße. Sie helfen Galerien und Sammler:innen und geben Suchmaschinen Text zum Lesen, denn eine Suchmaschine kann nicht sehen, was auf einem Foto zu sehen ist.
- Eine Über-mich-Seite und ein Artist Statement. Wer Du bist, womit Du arbeitest und worum es in Deiner Arbeit geht, in wenigen klaren Absätzen.
- Ein Lebenslauf. Ausstellungen, Ausbildung, Preise, Publikationen und Aufträge, in umgekehrter zeitlicher Reihenfolge.
- Kontaktdaten. Eine E-Mail-Adresse oder ein Kontaktformular. Sie sollten von jeder Seite aus leicht zu finden sein.
- Ein Shop oder eine Seite für Aufträge (optional). Nur, wenn Du Arbeiten direkt verkaufst oder Aufträge annimmst.
Kunst-Portfolio-Website erstellen: Schritt für Schritt
- Wähle Deine beste Arbeit aus. Such 10 bis 15 Werke der letzten Jahre aus, die eine klare Richtung zeigen. Lass alles weg, wofür Du nicht bekannt sein möchtest.
- Fotografiere oder scanne sie gut. Nutze gleichmäßiges Tageslicht, einen neutralen Hintergrund und eine frontale Aufnahme bei flachen Arbeiten. Fotografiere Skulpturen aus mehr als einem Winkel. Schlechte Bilder schaden guter Arbeit.
- Schreib die Texte. Verfasse eine kurze Biografie, ein Artist Statement und Deinen Lebenslauf. Halte das Statement schlicht. Beschreib, was Du machst und warum, ohne Fachjargon.
- Entscheide, wo es liegen soll. Ein Website-Baukasten, eine Portfolio-Plattform oder ein Künstlerprofil. Der nächste Abschnitt vergleicht sie.
- Bauen und beschriften. Lade die Arbeiten hoch, ergänze Titel, Jahr, Technik und Maße und füge Deinen Bildern kurze Beschreibungen hinzu, damit Suchmaschinen und Screenreader sie lesen können.
- Teste es auf dem Smartphone. Die meisten sehen Deine Seite dort zuerst. Prüfe, ob die Bilder schnell laden und Deine Kontaktdaten leicht zu finden sind.
- Teile den Link und halte ihn aktuell. Setz ihn in Deine Instagram-Bio, Deine E-Mail-Signatur und Deine Bewerbungen. Aktualisiere die Seite, wenn Du neue Arbeiten fertigstellst oder eine Ausstellung hast.
Deine Optionen für eine Kunst-Portfolio-Website
Es gibt drei Arten von Orten für ein Portfolio, und sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Mehrere bieten eine kostenlose Künstler-Website oder ein kostenloses Konto an, mit Einschränkungen.
| Option | Am besten für | Gut zu wissen |
|---|---|---|
| Website-Baukästen: Wix, Squarespace, Carrd, Canva | Eine eigene Website mit eigenem Design | Du richtest sie ein, pflegst sie und bringst Dein Publikum selbst mit |
| Baukästen für Künstler:innen: Portfoliobox, FASO, Adobe Portfolio | Alle, die Vorlagen speziell für Portfolios möchten | Prüfe, was der jeweilige Tarif enthält, bevor Du Dich entscheidest |
| Portfolio-Plattformen: Behance, ArtStation | Visuelle und digitale Arbeiten in einer kreativen Community | Du bist auf der Plattform und im Design anderer |
| Eine Künstlerseite: Artistivo | Eine kostenlose professionelle Seite in einer Kunst-Community | Es ist keine Website mit eigener Domain |
Website-Baukästen
Wix bietet einen Drag-and-drop-Editor, eine große Auswahl an Vorlagen und Werkzeuge zum Schutz von Bildern, etwa Wasserzeichen. Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Tarife. Squarespace ist für ausgereifte Vorlagen und einfache Werkzeuge zum Verkauf von Drucken bekannt. Carrd eignet sich für eine schlichte Einseiten-Website oder eine Link-in-Bio-Seite. Canva kann eine Einseiten-Website veröffentlichen und ein Portfolio als PDF exportieren.
Ein Baukasten gibt Dir die meiste Kontrolle darüber, wie Deine Arbeit aussieht. Der Preis ist Zeit: Du gestaltest und pflegst die Seite und bringst die Besucher:innen selbst dorthin.
Baukästen für Künstler:innen
Portfoliobox hat einen kostenlosen Tarif für Kunstportfolios mit Begrenzungen bei Seiten und Bildern. Prüfe daher die aktuellen Grenzen. FASO ist für bildende Künstler:innen gemacht und enthält Verkaufswerkzeuge. Adobe Portfolio ist enthalten, wenn Du ohnehin für Adobe Creative Cloud bezahlst, und setzt auf klare, minimalistische Layouts.
Portfolio-Plattformen
Behance und ArtStation sind kreative Communities mit eigenem Publikum. ArtStation ist der Standard für digitale, 3D- und Concept Art. Du arbeitest innerhalb ihres Formats, das schnell einzurichten ist, Dir aber weniger Kontrolle lässt.
Wo eine Künstlerseite bei Artistivo passt
Eine Künstlerseite bei Artistivo ist kein Website-Baukasten und gibt Dir keine eigene Domain. Sie ist eine kostenlose, öffentliche professionelle Seite für Deine Arbeit, eingebettet in eine Community von Künstler:innen.
Du kannst Deine Arbeit als Bild, Video, Audio oder Text zeigen und Inhalte von YouTube, Vimeo, Spotify und SoundCloud einbinden. Zusammengehörige Werke lassen sich in Alben und Serien gruppieren. Biografie, Ort, Disziplinen und Links stehen neben der Arbeit, und die Seite ist öffentlich und so aufgebaut, dass Suchmaschinen sie lesen können.
Sie funktioniert auf zwei Arten:
- Statt einer Website, wenn Du eine professionelle Präsenz möchtest, ohne eine Seite zu bauen und zu pflegen.
- Neben einer Website, als ein weiterer Ort, an dem man Deine Arbeit findet und an dem Du Teil einer größeren Kunst-Community bist. Deine eigene Website kann weiterhin Dein Zuhause sein.
Wie das in der Praxis aussieht, siehst Du, wenn Du Künstler:innen entdeckst oder in den Atelierbesuchen nachschaust, wie arbeitende Künstler:innen ihre Praxis präsentieren.
Keine Plattform kann garantieren, wo eine Seite bei Google erscheint, und neue Seiten brauchen Zeit, bis sie indexiert sind. Mehr dazu, wie es funktioniert, liest Du in unserem Ratgeber zum kostenlosen Künstlerportfolio.
Häufige Fehler, die Du vermeiden solltest
- Zu viel zeigen. Eine lange, ungleichmäßige Galerie schwächt Deine stärksten Arbeiten.
- Unklare Kontaktdaten. Wenn eine Kuratorin Deine E-Mail-Adresse nicht in Sekunden findet, zieht sie weiter.
- Schlechte Bildqualität. Dunkle, beschnittene oder schiefe Fotos lassen gute Arbeit amateurhaft wirken.
- Kein Text. Bilder allein sagen Suchmaschinen nichts. Titel, Jahreszahlen, Techniken und ein kurzes Statement helfen, dass man Dich findet.
- Nie aktualisieren. Ein veraltetes Portfolio vermittelt den Eindruck, Du hättest aufgehört zu arbeiten.
Fragen, die Künstler:innen stellen
Welche Website ist die beste für ein Kunstportfolio?
Das hängt davon ab, was Du brauchst. Ein Website-Baukasten wie Wix, Squarespace oder Carrd gibt Dir eine eigene Website. Eine Plattform wie Behance oder ArtStation bringt Deine Arbeit vor eine bestehende kreative Community. Eine Künstlerseite bei Artistivo gibt Dir eine kostenlose professionelle Seite innerhalb einer Kunst-Community, ohne dass Du eine Website bauen musst. Viele kombinieren zwei davon.
Wie erstelle ich eine Website für mein Kunstportfolio?
Wähle 10 bis 15 Deiner besten Arbeiten aus, fotografiere sie gut, schreib eine kurze Biografie, ein Artist Statement und einen Lebenslauf und such Dir einen Baukasten oder eine Plattform, auf der Du alles mit Titeln, Jahreszahlen, Techniken und Maßen hochlädst. Teste es auf dem Smartphone und füge den Link zu Deiner Instagram-Bio und Deinen Bewerbungen hinzu.
Welche kostenlose Portfolio-Website ist für Künstler:innen die beste?
Die eine beste gibt es nicht. Für eine Website mit eigenem Design haben Wix und Portfoliobox kostenlose Tarife mit Einschränkungen. Für digitale und 3D-Arbeiten ist ArtStation die übliche Wahl. Für eine kostenlose professionelle Seite innerhalb einer Kunst-Community, ohne eine Website zu bauen, nutze eine Künstlerseite bei Artistivo. Prüfe die aktuellen Grenzen jedes kostenlosen Tarifs, bevor Du Dich entscheidest.
Wo kann ich kostenlos eine Kunst-Portfolio-Website erstellen?
Eine kostenlose Künstler-Website bekommst Du bei mehreren Diensten, darunter Wix, Portfoliobox, Behance und ArtStation, und bei Artistivo kannst Du kostenlos eine Künstlerseite erstellen. Kostenlose Tarife haben meist Grenzen bei Seiten, Bildern oder Funktionen. Prüfe daher vorab, was enthalten ist.
Brauche ich einen eigenen Domainnamen?
Zum Start nicht. Eine eigene Domain wirkt professioneller und ist leichter zu merken, deshalb ergänzen viele sie später. Wenn Du eine eigene Domain möchtest, ist ein Website-Baukasten der einfachste Weg.
Kann ich Instagram als Portfolio nutzen?
Instagram ist ein nützlicher Kanal, um Menschen zu erreichen, doch es ist um einen ständigen Feed herum gebaut. Ein Portfolio hält Deine beste Arbeit an einem Ort geordnet und hängt nicht von einem Algorithmus ab. Die meisten Künstler:innen nutzen beides und verlinken von einem zum anderen.
Ist die Künstlerseite bei Artistivo kostenlos?
Ja. Eine Künstlerseite zu erstellen und Dein Portfolio auf Artistivo zu präsentieren, ist kostenlos. Mit der Weiterentwicklung von Artistivo können einige optionale professionelle und kommerzielle Leistungen kostenpflichtig werden.
Fang mit der Arbeit an
Die beste Kunst-Portfolio-Website ist die, die Du wirklich fertigstellst. Wähle Deine stärksten Arbeiten aus, schreib ein paar ehrliche Absätze, stell sie dorthin, wo man sie findet, und verbessere sie, während Deine Arbeit wächst.